Augusto – Abenteuer einer Maus, letztes Kapitel
(von Barbara Karl)

Ich bin sicher, ihr wisst, wo wir Augusto verlassen haben: er lebt jetzt mit Ernesto, seinem Katerfreund und dem neu dazu –gekommenen Kater Ferdinand (von dem sich herausstellte, dass er auch keine Mäuse mag...) in der "Huine" – ähh – Ruine. Ferdinand sollte nicht das letzte Tier sein, das sich ihnen anschloss. Eines Tages fanden sie, schwer verletzt, einen Habicht. Selbst Augusto mit seinem Löwenherz und seinen riesigen Hinterpfoten versetzte dieser Raubvogel doch einen ordentlichen Schrecken – aber, ob ihr’s glaubt oder nicht, auch Rudi, so hieß der Habicht, mochte Mäuse nicht ( als Mahlzeit! ). Sie pflegten ihn gesund und obwohl ihr euch das wahrscheinlich nicht vorstellen könnt, hier in der Ruine konnten die Tiere auch so was!
Ja, dieser Ort hatte was! Im Laufe von ca. 4 Jahren kamen immer mehr Tiere an diesem Ort zusammen, um miteinander zu leben – völlig friedlich! Außerhalb der Ruine wurde auch mal ein Tier gefressen aber innerhalb – nein! Als es eines Tages klar wurde, dass es manchmal einfach zu wenig Futter gab, hatten Ernesto und Augusto eine tolle Idee! Sie hatten sich schon lange nicht mehr an die Schatzkiste im Geheimgang erinnert, aber nun wurde sie gebraucht!
Augusto kletterte die Zierleiste hoch, an dem Knopf gedrückt, nichts wie rein in den Gang, die Kiste mit Hebelwirkung aufgedrückt und schon schnappten sie sich einige der Goldmünzen! Ernesto, der lange genug bei den großen Tieren gelebt hatte, wusste, dass man mit Geld und Gold vieles kaufen kann! Augusto und er (denn dazu braucht man schon ein Löwenherz!) liefen ins nächste Dorf, um im kleinen Supermarkt Futter für die Ruinenbewohner zu kaufen. Nur wie ? Bloß wie ? Schon am Weg hatten sie einen Plan gemacht: Sie ließen sich gegen Abend in das Geschäft einsperren, suchten sich alles zusammen, was sie brauchten und liefen in der Früh beim Aufsperren wieder aus dem Geschäft. Dabei ließen sie einige Goldmünzen zurück. Natürlich war das ältere Ehepaar, dem das Geschäft gehörte zunächst erstaunt, die Frau aber verstand ganz mit dem Herzen bald die Zusammenhänge und sie ließen die Tiere machen. So war also auch das manchmal auftretende Versorgungsproblem gelöst und der Friede nicht mehr gestört.
Einmal nur versuchten alle Dachse des Waldes einen schrecklichen Überfall, mitten in der Nacht, als alle schliefen und die Wenigen, die Wache hielten, einfach nicht gut aufpassten! Augusto reagierte ganz toll: er hatte vor nicht allzu langer Zeit eine Trillerpfeife im Wald gefunden, wahrscheinlich von einem Mountainbiker. Er blies hinein, was das Zeug hielt und die Dachse, die furchtbare Angst vor Menschen haben, nahmen ihre Pfoten in die Hand und rannten und rannten.... Die Bewohner der Ruine waren wieder einmal gerettet!
Wir sehen gerade Augusto und Ernesto am Waldrand sitzen und miteinander reden: "Ich glaub, es ist gut so", sagt Augusto und Ernesto, der gleich versteht, weil er ja wirklich sein Freund ist sagt: "Ja, du hast recht. es ist Zeit zu gehen. Neue Abenteuer warten auf uns!" Sie wissen, ihr kleiner Friedensruinenstaat wird auch ohne sie funktionieren und sie haben noch so viel vor. Gemeinsam begeben sie sich auf Wanderschaft und wer weiß, was sie noch alles miteinander erleben werden... für heute sage ich nur mehr:

Fortsetzung folgt nicht und: gute Nacht !


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